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Aktuelles aus den Spitälern

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Spitäler Schaffhausen 2025: Erfreuliches Ergebnis sowie mehr Patientinnen und Patienten

16.04.26
Die Spitäler Schaffhausen schliessen das Geschäftsjahr 2025 mit einem EBITDA von knapp 14.0 Millionen Franken (5.7 Prozent) und einem positiven Jahresergebnis von 7.3 Millionen Franken ab. Die nach wie vor zu tiefen Tarife stellen eine grosse Herausforderung dar und führen zu einer Unterfinanzierung der erbrachten Spitalleistungen. Dank intensiver Anstrengungen gelang es, das Kostenwachstum niedrig zu halten und die Erträge zu steigern. Bei der umfassenden Modernisierung der Spitalinfrastruktur wurden sowohl auf politischer Ebene als auch in der konkreten Projektumsetzung entscheidende Meilensteine erreicht.
Für das Jahr 2025 weisen die Spitäler Schaffhausen 11'911 stationäre Patientenaustritte (+3.4 Prozent gegenüber Vorjahr) und 96'072 ambulante Behandlungsfälle (+5.1 Prozent gegenüber Vorjahr) aus. Trotz steigender Patientenzahlen stellen die zu tiefen Tarife auf der Ertragsseite nach wie vor eine grosse Herausforderung dar. Dennoch gelang es dank intensiver Anstrengungen, das Kostenwachstum niedrig zu halten und die Erträge zu steigern, mit einem Betriebsertrag von 243.4 Mio. Franken und einem EBITDA von knapp 14.0 Mio. Franken respektive 5.7 Prozent. «Dieses Ergebnis zeigt, dass die Spitäler Schaffhausen auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen leistungsfähig sind. Die chronisch zu tiefen Tarife gefährden jedoch die langfristige Versorgungssicherheit, hier braucht es dringend Korrekturen auf politischer Ebene», betont Spitalratspräsident Raymond Cron und ergänzt: «Unser herzlicher Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz, unseren Patientinnen und Patienten für ihr Vertrauen und unseren zahlreichen Partnern für die verlässliche Zusammenarbeit.»

Modernisierung der Spitäler Schaffhausen auf Kurs
Das Jahr 2025 brachte wegweisende politische Entscheidungen für die Modernisierung der Spitäler Schaffhausen. Mit der breiten Zustimmung zum Kantonsbeitrag für die bauliche Erneuerung des Kantonsspitals, sowohl im Kantonsrat als auch von der Stimmbevölkerung im November 2025 an der Urne, haben die Schaffhauserinnen und Schaffhauser ein klares Bekenntnis zu ihrem Spital abgegeben. Dieser Entscheid ermöglicht, die Modernisierung mit Eigenmitteln, Bankkrediten und dem Kantonsbeitrag langfristig wirtschaftlich tragfähig umzusetzen.
Parallel dazu kam die Projektumsetzung entscheidend voran: Das Baugesuch für das neue Parkhaus mit Energiezentrale erhielt Ende 2025 grünes Licht. Die Ausschreibung zur Umsetzung des Projektes mit einem Totalunternehmer startete ebenfalls im vergangenen Jahr. Das Angebot der Firma Goldbeck Rhomberg AG, St.Gallen, erwies sich als das Vorteilhafteste und erhielt Ende Januar 2026 den Zuschlag.
Der Baustart für das Parkhaus mit Energiezentrale ist für Juni 2026 geplant. Bis dann wird auch die Finanzierung des ganzen Modernisierungsprojekts sichergestellt sein. Die Modernisierung der Infrastruktur wird einerseits über Eigenmittel finanziert und andererseits über eine Einlage des Kantons von 70 Mio. Franken ins Eigenkapital und ein kantonales Darlehen von maximal 60 Mio. Franken. Zusätzlich soll mit Banken ein Syndikatskredit über maximal 100 Mio. Franken abgeschlossen werden. Die Verhandlungen dazu sind weit fortgeschritten. Auch das Baugesuch für den Spital-Neubau wurde im Jahr 2025 eingereicht und wurde inzwischen vom Kanton bewilligt. Die Einsprachefrist ist soeben ungenutzt abgelaufen, womit die Baubewilligung rechtskräftig ist. Der Baustart für den Spital-Neubau wird voraussichtlich im Sommer 2027 erfolgen.

Weitere Schwerpunkte 2026
Die Spitäler Schaffhausen haben in Abstimmung mit dem Departement des Innern das Angebotskonzept für die Psychiatrie der Spitäler Schaffhausen überprüft und weiterentwickelt. Damit soll die Psychiatrie im Kanton nachhaltig und zukunftsgerichtet aufgestellt werden. Ziel ist, die Akut- von der Langzeitpsychiatrie zu trennen. Die stationäre Akutpsychiatrie soll auf den Campus der Spitäler Schaffhausen verlegt werden, so können Synergien mit der Akutsomatik genutzt werden. Der Neubau für die Akutpsychiatrie soll möglichst über einen Drittinvestor finanziert werden.
Ein Schwerpunkt aus der Strategie der Spitäler Schaffhausen ist die Weiterentwicklung der Anstellungsbedingungen. Um die Attraktivität der Spitäler Schaffhausen als Arbeitgeberin zu steigern und mehr Flexibilität bei Lohn, Arbeitszeit und Arbeitsmodellen zu gewinnen, soll das Spitalpersonal aus dem kantonalen Personalrecht herausgelöst und in privatrechtliche Arbeitsverhältnisse nach OR umgewandelt werden. Zudem soll ein Gesamtarbeitsvertrag den Rahmen für attraktive und moderne Arbeitsbedingungen schaffen. Der in diesem Zusammenhang erforderliche politische Prozess ist angelaufen.

Optimierung, Vereinfachung und Standardisierung von Prozessen
Durch effiziente und patientenzentrierte Prozesse stellen die Spitäler Schaffhausen eine profitable und zukunftsgerichtete Arbeitsweise und Organisation sicher. Im Jahr 2025 haben die Spitäler Schaffhausen deshalb ein umfassendes Programm zum Prozessreengineering gestartet. Das Ziel des Programms ist die Optimierung, Vereinfachung, Digitalisierung und Standardisierung der Prozesslandschaft. Im vergangenen Jahr lag der Fokus auf der Analyse von Ist-Prozessen, der Identifikation von Handlungsfeldern sowie der Ableitung der konkreten Zielbilder. Basierend darauf hat im Jahr 2026 die Umsetzung der ersten Projekte im Arbeitsalltag begonnen. Das Programm läuft bis 2027 und trägt wesentlich dazu bei, die Einhaltung des ambitionierten Businessplans der Spitäler Schaffhausen sicherzustellen.

Wichtigste Kennzahlen 2025/2024
 

Ausführlicher Geschäftsbericht sowie Finanz- und Leistungsbericht 2025
https://gb.spitaeler-sh.ch

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